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Presse

Vortrag: Mythos Jungfräulichkeit

Freitag, 25.11.2011, 16 Uhr in Raum CO-283

 

Jungfräulichkeit und das Jungfernhäutchen spielen in vielen Kulturen und Religionen eine große Rolle. Für viele Menschen ist es sehr wichtig, dass ein Mädchen bei der Hochzeit noch Jungfrau ist. Alle Menschen werden jungfräulich geboren. Eine Jungfrau ist bekanntlich eine, die noch nie Sex mit jemandem hatte. Am Jungfernhäutchen ist dies aber nicht zu erkennen! In vielen Familien wird der Zustand des Jungfernhäutchens der Tochter noch immer als "Ehrensache" angesehen. Werden Zweifel daran laut, kann dies zu einer ernsthaften Bedrohung für das Leben der Mädchen werden. Es darf nicht sein, dass der Wert von Mädchen und Frauen vom Zustand ihres Jungfernhäutchens abhängig gemacht wird und ihnen ihre sexuelle Selbstbestimmung verweigert wird.

 

Die Referentin Regina Kaltenheger ist Rechtsanwältin in Berlin und engagiert sich seit über 25 Jahren für Frauen- und Menschenrechte. Sie gehörte einige Jahre dem Bundesvorstand von TERRE DES FEMMES an, war Sprecherin des Forum Menschenrechte und leitet die Arbeitsgruppe Frauenrechte.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November 1960 wurden drei Schwestern, die politisch aktiv gegen das Regime in der Dominikanischen Republik waren, umgebracht. In Folge dessen beschlossen 1981 feministische Aktivist_innen dieses Datum als internationalen Gedenktag zur Gewalt an Frauen auszurufen. Mit der Resolution 54/134 der Vereinten Nationen im Jahre 1999 wurde der 25. November offiziell und international zum Tag der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Das UN Department schrieb 2009, dass 70% aller weiblich definierten Menschen in ihrem Leben Gewalt erfahren. Seit vielen Jahren nun organisieren verschiedene Menschen- und Frauenrechtsorganisationen Aufklärungsaktionen und Gedenkveranstaltungen an diesem Tag.

 
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