Rassismus und Diskriminierung sind Themen, welche auch Studierende betreffen. Gewaltätige Übergriffe, wie der auf den jungen Wissenschaftler Ermyas M. in Potsdam am Ostermontag 2006, sind nur die Spitze des Eisberges. Ständig sind ausländische Studierende mit Hürden konfrontiert, die deutschen Studierenden unbekannt sind. Eine diskriminierende AusländerInnengesetzgebung und ein mindestens merkwürdiger Umgang mit Flüchtlingen und MigrantInnen sind Alltag. Die Probleme sind vielfältig, aber nicht allen Studierenden bekannt.
In einer selbst gewählten Zusammenstellung aus Politik und Kultur wird im Rahmen des "festival contre le racisme" auf solche Sachverhalte aufmerksam gemacht. Das "festival" bietet Platz für Informationsveranstaltungen, Diskussionen, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen. Aus der Verbindung von Kultur und Politik entsteht eine Aktionswoche, in denen Studierende über Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung im Alltag, studentische Verbindungen, Intenationalisierung des Studiums, Flüchtlingspolitik oder die Situation ausländischer Studierender informieren und diskutieren können.
Das "festival contre le racisme" ist eine dezentrale bundesweite Kampagne, findet also an mehreren Orten gleichzeitig statt. Der "freie zusammenschluss von studentInnenschaften" (fzs) sowie der "Bundesverband Ausländischer Studierender" (BAS) ruft seit 2003 jährlich zur Beteiligung auf. Studierendenschaften und Initiativen vor Ort füllen das Label "festival contre le racisme" mit Leben. Inspiriert ist die Kampagne vom französischen Studierendenverband UNEF, der das festival bereits im Jahr 1995 durchgeführt hat.